Eigentlich wollt ich doch nur nen Job...

Hallo!

Willkommen im Job-Sumpf Berlin!
Wer hier etwas seriöses und halbwegs gut bezahltes sucht, der lasse sich schon mal herzhaft auslachen.

Aber fangen wir doch einfach mal von vorne an:

Warum ausgerechnet Berlin?
Die Antwort ist schnell gegeben:

Als meine Tochter gerade ein Jahr alt war, schrieb ich wie wild Bewerbungen, um nach dem Erziehungsjahr nicht zu Hause zu sitzen.
Bald aber stellte sich heraus, dass ich in Potsdam-Mittelmark nicht den erhofften Job finden würde, also weitete ich meine Bewerbungsflut auf Brandenburg, Rathenow und Potsdam aus.
Oft hörte ich die Worte: Geh nach Berlin, da ist es super einfach... (sagte meine Mutter, die im 700 Km entfernten Ulm saß!)
Erfolg hatte ich dann in Potsdam, ich fing im November 2008 bei einem bekannten Call-Center an und betreute dort Geschäftskunden von Hansenet.
Im Juni 2009 wurde ich dort gekündigt und so schrieb ich wieder wild Bewerbungen, diesmal gingen diese auch nach Berlin.
Im August 2009 bekam ich die Zusage eines großen Verlages und durfte dort telefonisch Werbekunden suchen und finden...
Nach zwei Monaten stellte sich heraus, dass dies einfach nicht meine Welt ist, also bewarb ich mich auf andere Stellenangebote und fand schnell einen Job in der Kundenbetreuung von 1&1.
Leider stellt sich ja erst nach ein paar Monaten heraus, dass die offensichtlich "coole" Firma dann doch nicht cool, sondern eher sau dumm ist.
Ich fühlte mich unterfordert und in meinen Handlungen völlig eingeschränkt, doch von irgendwas muss man ja leben. Noch dazu hatte ich ja ein Kind, dass ja auch seine Zeit fordert, da sind Arbeitszeiten von 9-15 Uhr perfekt, also zieht man es durch.
Dann traf ich durch Zufall einen alten Bekannten wieder, der mir eine Stelle als Geschäftsführerin einer seiner Gaststätten anbot, ich schnappte zu.
Was dann kam, war aus heutiger Sicht einfach nur Mist! Ich arbeitete 60-70 Stunden in der Woche, sah mein Kind ca. 1 Stunde am Tag und wurde dann als ich den Laden auf Vordermann gebracht hatte vor die Tür gesetzt!
Das war im Dezember 2010.
Um so kurz vor Weihnachten nicht ohne Geld dazu stehen, nahm ich das Angebot einer Bekannten an und arbeitete in ihrer Gaststätte bis Januar 2011.
Dann meldete ich mich arbeitslos...der Horror begann!
Um wieder Fuss zu fassen machte ich eine Weiterbildung zur Sicherheitsfachkraft und arbeitete nebenbei in dem Bereich bei Freunden, so konnte ich uns wenigstens über Wasser halten...
Leider konnten wir unsere Veranstaltungen nicht weiter machen, da der Behördenirrsinn zu viel für uns war.
Also wieder Bewerbungen schreiben, diesmal ja schon wohnhaft in Berlin und da ist ja alles sooooo einfach.
Das war im April 2011 und was ich seit dem erlebt und gelesen habe, ist teilweise unglaublich!
Ich schrieb in dieser Zeit (bis heute) ca. 300 Bewerbungen, trotz Minijobs, veröffentlichte Stellengesuche und einen normalen,seriösen, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz habe ich bis heute nicht, dafür Antworten, die ihresgleichen suchen...
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nadine2508 - 16. Sep, 16:06

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Zuletzt aktualisiert: 16. Sep, 16:06

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